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Medizinisches

Nachfolgend sind einige Informationen über Krankeiten aufgeführt

FIP- Feline Infektiöse Peritonitis

Was ist FIP?
FIP ist eine durch das Feline Coronavirus ausgelöste Infektionskrankheit. Das Feline Coronavirus tragen Studien zu folge etwa 90 % der Katzen in sich. Jedoch erkranken nur die wenigsten Tiere an FIP. Am häufigsten betroffen sind Tiere in einem Alter von 6 Monaten bis 2 Jahren und ältere Tiere ab 14 Jahren. FIP wird in zwei Formen unterschieden: Die trockene FIP Bei der trockenen Form sind die Krankheitszeichen sehr unspezifisch. Anzeichen können u.a. zunächst Apathie, Abmagerung, Fieber und Müdigkeit sein. Auch kann eine Gelbverfärbung von Haut und Schleimhäuten ein wichtiger Hinweis sein. Seltener zeigen die Tiere auch Ausfälle des zentralen Nervensystems, z.B. Lähmungen, allgemeinen Störungen des Bewegungsablaufes und Missempfindungen auf der Hautoberfläche. Die feuchte FIP Das deutlichste und häufigste Anzeichen einer feuchten FIP ist die Umfangsvermehrung des Bauchraumes und die sonstige Abmagerung der Katze. Zur Feststellung wird die Katze an der Stelle der Umfangsvermehrung punktiert und Flüssigkeit entnommen. Bei einer FIP-Erkrankung wird ein gelbliches und fadenziehendes Sekret aufgefunden. Auch bei dieser Form der FIP leitet die Katze häufig unter Symptomen wie Fieber, Gewichtsverlust und zunehmender Apathie. Es gibt aber auch Katzen, deren Allgemeinbefinden ungestört scheint. Mit Atembeschwerden, bis hin zur ausgeprägten Atemnot, verbunden ist ein Erguss in die Brusthöhle. Auch diese Variante der feuchten Form wird beobachtet. Es kann jedoch auch zu einer Mischform der feuchten und trockenen FIP kommen. Woher kommt FIP? FIP wird durch das Felinie Coronavirus (kurz FECV) ausgelöst. Grundsätzlich ist das FECV vollkommen ungefährlich und wird von ca. 90 % der weltweiten Katzenbevölkerung getragen. Im schlimmsten Fall wird durch das FECV leichter Durchfall oder leichter Schnupfen ausgelöst. FIP entsteht durch eine Mutation des harmlosen FECV in hoch aggressive und bösartige Coronaviren. Bis heute ist ungeklärt, warum das Virus mutiert, man nimmt an, dass großer Stress dafür verantwortlich sein könnte, genau wissen tut man es aber nicht. Was jedoch bewiesen ist, ist dass die Coronaviren nur in einem Tier mutieren können, dessen Immunsystem geschwächt ist. Man geht heute davon aus, dass die trockene FIP entsteht, wenn das Immunsystem teilweise noch arbeitet und die nassen FIP bei einem völligen Zusammenbruch des Immunsystems. Bewiesen ist allerdings auch diese Theorie nicht. Wie kann FIP diagnostiziert werden? FIP kann nur am toten Tier durch eine pathologische Untersuchung diagnostiziert werden. Man kann zwar auch den Corona-Titer des Tieres per Blutbild bestimmen lassen, da dieser aber nicht zwischen den harmlosen Coronaviren und den mutierten Coronaviren unterscheiden kann, ist dieser Test völlig unaussagekräftig. Ein erhöhter Titer kann viele Ursachen haben und weißt nur selten auf eine tatsächliche FIP-Erkrankung hin. Leider gibt es bei einer diagnostizierten FIP keine Chance auf Heilung, nach dem Ausbruch der Krankheit hat die Katze in der Regel nur noch wenige Tage oder Wochen zum leben. In den meisten Fällen raten Tierärzte schon im frühen Stadium der Krankheit zum Euthanasieren des Tieres. Hier sollte jedoch nicht zu vorschnell gehandelt werden! Die Praxis zeigt, dass Tierärzte gerade eine FIP-Erkrankung sehr schnell und leichtfertig diagnostizieren, wenn sie mit ihrem Latein am Ende sind und für die Symptome der Katze keine andere Erklärung finden können. Das mutierte Coronavirus ist nicht ansteckend!!!Die harmlose Variante des Coronavirus jedoch wird vermehrt über den Kot übertragen

FeLV - Felinie Leukämivirus

Was ist FeLV?
Felinie Leukämivirus ist ein Retrovirus, welche es nur bei Katzen gibt. Das FeLV zur Entstehung der Katzenleukämie führen kann, wird es fälschlicher Weise oft Leukose genannt, dies ist jedoch nicht richtig. Besonders gefährdet sind junge Katzen und Katzen mit Freigang. Ansteckung Die Übertragung des Virus erfolgt auf oralem Weg, da er sich vielfach im Speichel und in kleineren Mengen auch im Kot und im Urin befindet. Allerdings können auch Bisse und Kratzwunden eine Quelle der Infektion sein. Erkrankte Katzen können ihre Welpen bereits während der Trächtigkeit anstecken, was durch die Blutversorgung der Gebärmutter geschieht oder beim Säugen durch die Muttermilch. Nach der Infektion Bevor sich das Virus vor allem in der Milz, den Lymphknoten und dem Knochenmark vervielfältigt, findet primär eine Virusvermehrung im Lymphgewebe statt. Es muss nicht jede Katze unbedingt an dem Virus erkranken, ob und wie schwer die Katze erkrankt, hängt vom aktuellen Immunstatus des Tieres ab. Bei Tieren mit einem sehr guten Immunstatus vermehrt sich das Virus nur in den lymphatischen Organen um die Erregereintrittspforte herum und es kommt zu keiner Virämie (Vorkommen von Viren im Blut) im gesamten Organismus. Diese Tiere sind vor einer wiederholten Infektion geschützt. Oft vermehrt das Virus allerdings während der ersten drei Monate nach der Ansteckung im gesamten Organismus. Manche Tiere bilden spezielle Antikörper die es den Tieren ermöglichen das Virus komplett aus ihrem Körper zu verbannen. Es gibt allerdings auch Tiere, welche ein Leben lang „Träger“ sind. Diese Trägertiere scheiden die Retroviren permanent aus. Besonders betroffen sind bei dieser Form der Virämie junge Tiere im Alter unter 16 Wochen. Klinische Symptome können leider auch erst Jahre später bei den infizierten Tieren auftreten. Sympomatik Die Entstehung bestimmter Tumore wird durch das Retrovirus begünstigt, allerdings kann das klinische Bild einer FeLV Infektion sehr unterschiedlich sein. Es zeigen sich vermehrt Tumore des lymphatischen und myeloitischen Gewebes und Tiere unter drei Jahren leiden öfters an einem sogenannten Thymuslymphom. Die Anzeichen für diese Erkrankung zeigen sich durch eine erhöhte Atemfrequenz und eine erschwerte Atmung. Eine Diagnose kann über das Aspirat der Brusthöhlenflüssigkeit gestellt werden, in dem man tumorös entartete Zellen findet. Tumore (Lymphome) können ebenso im Bauchraum, auf der Haut, den Nieren, im Nervensystem und den Augen auftreten. Je nachdem wo die Lokalisierung stattfindet, treten unterschiedliche Symptome wie z.B. Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Appetitslosigkeit, Abgeschlagenheit, Abmagerung, Verhaltensänderungen und noch vieles mehr auf. Bei Veränderung der Blutzellen und des Knochenmarks stehen blasse Schleimhäute aufgrund der sich entwickelnden Blutarmut im Vordergrund. Schnell wachsende Neoplasien (Geschwulst) der Haut (Fibrosarkome) weisen meistens jüngere Tiere auf. Assoziierte Erkrankungen Durch die Schwächung des Immunsystems sind die Tiere anfälliger sich mit anderen Erregern zu infizieren, wie z.B. Bakterien, Viren, Pilzen oder einzelligen Mikroorganismen. Je nach Menge der Erreger kann es z.B. zu Zahnfleisch- und Rachenentzündungen, Störungen des Verdauungsapparates, Harnwegsinfektionen, einem chronisch kranken Erscheinungsbild durch Abmagerung, Atemweginfektionen, Gelenksentzündungen und auch Fruchtbarkeitsproblemen kommen. Zusätzlich können vermehrte Abzessneigung und schlecht heilende Wunden die Tiere zusätzlich plagen. Leider sind gerade diese Infektionen, welche durch diese Zweiterreger ausgelöst werden, für den Tod des Tieres verantwortlich. Aus diesem Grund ist die Lebenserwartung deutlich geringer im Vergleich zu gesunden Tieren. Therapie Bei einem klinisch manifest erkrankten Tier ist keine Heilung möglich, es kann nur eine symptomatische Therapie mit Bekämpfung der Sekundärerreger erfolgen, welche die Beschwerden des Tieres lindert. Eine Verbesserung der klinischen Symptome und eine Verlängerung der Lebenszeit des Tieres kann eine antivirale Chemotherapie bewirken. Es ist die gleiche Therapie, die auch in der Humanmedizin verwendet wird. Hier ist aber wirklich abzuwägen, ob es nicht besser ist den schwersten Gang anzutreten und das Tier gehen zu lassen. Impfung/Prophylaxe Zum Glück gibt es eine Impfung gegen diese Krankheit. Vor der Impfung sollte allerdings ein Bluttest gemacht werden, ob das Tier bereits infiziert ist. Hierfür eignet sich am besten ein sogenannter PCR-Test, weil dieser Test auch Viren nachweist, welche sich bereits ins Knochenmark zurückgezogen haben. Sollte dies der Fall sein, hilft leider auch keine Impfung. Ganz im Gegenteil, die Impfung kann die Krankheit auslösen bzw. beschleunigen. Reine Wohnungskatzen, die keinen Kontakt zu Artgenossen haben, müssen nicht gegen FeLV geimpft werden. Sollten sich wider erwarten Wochen oder Monate nach der Impfung Beulen an der Einstichstelle bilden, sind diese sofort zu biopsieren und die Probe ist histologisch zu untersuchen. Sollte der Untersuchungsbefund bösartig sein, sollte ein erfahrener Chirurg diese Stelle sofort entfernen.

FIV - Felines Immundefiziensvirus

Was ist FIV?
Genau wie bei FeLV ist die FIV eine Erkrankung, die durch die Infizierung mit Retroviren ausgelöst wird und auch hier steht die Schwächung des Immunsystems im Vordergrund. Viele nennen im Volksmund FIV auch Katzen Aids. Ansteckung Die Übertragung des Virus erfolgt auf oralem Weg, durch Bisse, da er sich vielfach im Speichel befindet. Besonders gefährdet sind dadurch Freigänger, vor allem Kater, die ihr Territorium gegen Eindringlinge verteidigen. Erkrankte Katzen können ihre Welpen bereits während der Trächtigkeit anstecken, was durch die Blutversorgung geschieht. Das Virus gelangt dann über die Blut- und Lymphbahnen, die Lymphknoten und attackiert die T-Lymphozyten. Symptomatik Ähnlich der menschliches Aids-Erkrankung, kann man FIV in fünf verschiedene Stadien unterteilen. Erstes Stadium: Es können Wochen oder sogar Monate vergehen, bis die Tiere nach der eigentlichen Infektion Symptome wie Fieber, Lymphknotenschwellungen, Mattigkeit und auch Verdauungsprobleme in Form von Durchfällen zeigen. Zweites Stadium: Katzen zeigen für einen langen Zeitraum, der auch Jahre dauern kann, keinerlei Symptome auf. Drittes Stadium: Viele Symptome können die Katze quälen, welche aber unspezifisch sind. Zu den Symptomen zählen mangelnder Appetit, Bewegungsunlust, Verhaltensänderungen und Temperaturerhöhung. Viertes Stadium: In diesem Stadium bahnt sich der Zusammenbruch des Immunsystems an. Dadurch wird die Katze empfänglich für viele Fremderreger. Betroffene Tiere können je nach Keimspektrum an Entzündungen der Maulhöhle, des Harnapparates, der Lunge, der Ohren und des Atmungstraktes erkranken. Parasiten und Pilze können die Katze zusätzlich besiedeln. Dieser wirklich schlimme Zustand kann mehrere Monate andauern und man sollte sich wirklich gut überlegen, ob man das seinem Tier so lange antun muss. Fünftes Stadium: Neurologische Störungen, tumoröse Veränderungen und schwerste Infektionen führen meistens zum Tod der bereits ausgezehrten Tiere. Diagnose Blutuntersuchungen bezogen auf vorhandene Antikörper gegen das Retrovirus können eine evtl. vorhandene Infektion bestätigen. Allerdings sind hier falsch positive und falsch negative Ergebnisse durchaus möglich, so dass eine weitere Blutuntersuchung nach 12 Wochen sinnvoll ist. Gerade bei Kitten können maternale Antikörper vorhanden sein, so dass das Ergebnis positiv ausfallen würde, obwohl das Tier nicht positiv ist. Therapie Bei einem klinisch manifest erkrankten Tier ist keine Heilung möglich, es kann nur eine symptomatische Therapie mit Bekämpfung der Sekundärerreger erfolgen, welche die Beschwerden des Tieres lindert. Eine Verbesserung der klinischen Symptome und eine Verlängerung der Lebenszeit des Tieres kann eine antivirale Chemotherapie bewirken. Es ist die gleiche Therapie, die auch in der Humanmedizin verwendet wird. Hier ist aber wirklich abzuwägen, ob es nicht besser ist den schwersten Gang anzutreten und das Tier gehen zu lassen. Impfung/Prophylaxe Anders als in den USA gibt es zurzeit in Deutschland keinen zugelassenen Impfstoff. Tiere die erkrankt sind sollten aus Eigenschutz vor Infektionen einzeln, ohne Auslauf und möglichst hygienisch gehalten werden. Dies verhindert zumindest die Ansteckung von Artgenossen. Nach heutigem Wissensstand ist eine Übertragung auf den Menschen, genauso wie bei FeLV nicht möglich.

HCM - Hypertrophic Cardiomyopathy

Was ist HCM?
HCM ist eine Herzmuskelerkrankung, welche durch eine Verdickung des Herzmuskels gekennzeichnet ist. Die Abkürzung HCM (oder auch HKM genannt) wird von der englischen Bezeichnung „hypertrophic cardiomyopathy“ abgeleitet. Es gibt verschiedene Schweregrade der HCM-Erkrankung, die Verdickung des Herzmuskels kann die gesamten Herzmuskeln, oder nur Teilabschnitte umfassen. Bei einer Verdickung unterhalb der Hauptschlagadermündung, spricht man von einer Obstruktion (vollständiger Verschluss eines Hohlorgans durch Verlegung, Verstopfung oder Kompression). Diese führt in der Regel zu einem Herzgeräusch. Vereinfacht gesagt, wächst die Muskulatur des Herzens in den Kammerinnenraum, so dass sich der Durchmesser bzw. das Innere des Herzens erheblich verkleinert. Dadurch kann isch das Herz nicht mehr ausreichend mit Blut füllen, wodurch es zu einem Rückstau in die Linke Vorkammer und meist anschließend in den Lungenkreislauf gerät. Die Folge des Rückstaus sind nicht Selten Lungenödeme. Wie erkenne ich eine HCM? Bei der Katze ist die Erkennung einer Herzerkrankung leider nicht immer einfach, da Katzen gerade im Anfangsstadium selten Anzeichen einer Erkrankung zeigen. Häufig beobachtet werden: – Atemnot – verringerte Belastbarkeit – hecheln nach Belastung, Spielen – Appetitlosigkeit – vermehrtes Schlaf- und Ruhebedürfnis Wie kann eine HCM diagnostiziert werden? Ein häufiges Anzeichen ist, dass bei einer Routineuntersuchung vom Tierarzt ein Herzgeräusch gehört wird. Diese Herzgeräusche können harmlos sein, aber auch auf eine Herzerkrankung hinweisen. Dies ist allerdings keine Garantie, viele Tiere, die eine HCM-Erkrankung haben, zeigen keinerlei Herzgeräusche. Sollten Sie den Verdacht haben, dass Ihre Katze erkrankt ist, sollten Sie unbedingt einen Herzultraschall machen lassen. Dieser Ultraschall sollte immer von einem Spezialisten, d.h. einem Kardiologen durchgeführt werden, denn nur diese haben die entsprechenden Geräte, um auch kleinste Veränderungen am Herzen erkennen zu können. Bei einem Herzultraschall ist es sehr wichtig, dass der Ultraschall mit einem Farbdoppler-Ultraschallgerät gemacht wird. HCM in der Katzenzucht Bei seriösen Katzenzüchtern werden alle Zuchttiere ab dem entsprechenden Alter (1. Ultraschall mit ca. 1 Jahr) ein HCM-Ultraschall gemacht. Nur Tiere mit besten Werten und ohne jegliche Anzeichen einer Erkrankung werden zur weiteren Zucht eingesetzt. Eine einmalige HCM-Untersuchung ist hier allerdings nicht ausreichend! Die Tiere sollten alle 2 Jahre wiederholt geschallt werden.Unsere Zuchtkatzen werden regelmäßig HCM geschallt.

PKD - Polyzystic Kidney Disease

Was ist PKD?
Polyziystic Kidney Disease (PKD) bedeutet polyzystische Nierenerkrankung. PKD ist eine autosomal dominant vererbbare Nierenerkrankung der Katzen, welche erstmals 1998 für großen Aufruhr unter Katzenzüchtern und auch Katzenhaltern gesorgt hat. Bei der PKD-Erkrankung handelt es sich um multiple Zysten, welche in der Regel beide Nieren, aber auch nur eine Niere betreffen kann. Wenn die Kitten auf die Welt kommen sind diese Zysten bereits vorhanden, allerdings noch so winzig, dass sie dem Tier keinerlei Probleme bereiten. Im Laufe des Lebens werden diese angeborenen Zysten jedoch immer größer und „vermehren“ sich in den Nieren. Wie kann ich eine PKD-Erkrankung ausschließen bzw. feststellen? Jeder seriöse Katzenzüchter lässt seine Zuchttiere mittels Ultraschalluntersuchung auf das Vorhandensein von Zysten untersuchen. Eine solche Ultraschalluntersuchung kann theoretisch bereits mit ca. 10 Wochen erfolgen, allerdings kann in diesem Alter keine aussagekräftige Diagnose gestellt werden, da die Zysten in diesem Alter in der Regel nur weniger Millimeter groß sind und selbst mit einem sehr leistungsstarken Ultraschallgerät kaum aufzufinden. Ab einem Alter von 10 Monaten kann man mit etwa 90 %iger Wahrscheinlichkeit eine PKD nachweisen. Spezialisten sprechen davon, dass man bei einer Untersuchung eines Tieres, welches älter als 1 Jahr ist, von einer PKD-freien Katze sprechen kann, sofern in diesem Alter keine Zysten im Ultraschall nachgewiesen werden können. Auch, wenn es bei den Maine Coons nur noch sehr wenige Fälle von PKD gibt, halten wir die Untersuchung von PKD bei unseren Tieren weiterhin für erforderlich. Der PKD-Gentest Seit einiger Zeit liest man auch immer öfter auf Züchter Hompages, dass sie ihre Katzen mittels Gentest auf PKD testen. Dieser Gentest ist allerdings für die häufig betroffenen Perserkatzen entwickelt worden und nicht für die Maine Coon. Man geht zwar davon aus, dass dieser Gen-Test auch bei den Coonies eine gewisse Aussagekraft hat, sicher sagen kann man dies allerdings nicht. Fazit Auch bei dieser Erkrankung ist einzig der Ultraschall aussagekräftig. Hier verhält es sich, wie bereits oben gesagt, allerdings nicht wie beim HCM-Ultraschall um eine Momentaufnahme. Von führenden Tierärzten auf diesem Gebiet wird die Haltung vertreten, dass bei einer Ultraschalluntersuchung ab dem 12 Lebensmonat eine genaue Aussage über eine PKD-Erkrankung getroffen werden kann. Sollte das Tier in diesem Alter keine Anzeichen einer Erkrankung zeigen, dann ist dieses Tier PKD negativ! Selbstverständlich werden all unsere Zuchttiere im entsprechenden Alter auf PKD per Ultraschall untersucht!

PKdef - Pyruvatkinase-Defizienz

Was ist PK-def?
PK-Def=Pyruvatkinase-Defizienz ist eine Erbkrankheit, die durch das Fehlen des Enzyms Pyruvat-Kinase in den roten Blutkörperchen verursacht wird und schwere Anämien (Blutarmut) verursacht. Am häufigsten Betroffen hiervon sind folgende Rassen: Abessinier, Angora, Ägyptische Mau, Bengale, Europäisch Kurzhaar, La Perm, Maine Coon, Norwegische Waldkatze, Ocicat, Savannah, Sibirer, Singapura und Somali. Besonders bei der Rassen Bengal, Maine Coon und Norwegische Waldkatze konnte Laboklin bei Auswertung der Ergebnisse aus dem Jahr 2013 Rückschlüsse auf die Häufigkeit der Mutation ziehen. Hierbei wurde im Hinblick auf die Maine Coon festgestellt, dass 1 % der getesteten Tiere von PK-def betroffen sind, 26 % Trägertiere (die jedoch nicht erkranken!) und 81 % der getesteten Tiere frei sind. Dies sind zumindest die theoretischen Zahlen. Viele Nachforschungen haben jedoch ergeben, dass zumindest bei den Maine Coons kein Tierarzt und auch keine Klinik bisher einen klinischen Fall kennt. Es bleibt daher derzeit zu Zweifeln, ob dieser Gentest wirklich relevant ist. Symptome Allgemein zeigen erkrankte Tiere Symptome einer Anämie: – blasse Schleimhäute – Schwäche – Müdigkeit – Gelbsucht – Fieber Allerdings ist es wie bei allen Krankheiten und deren Symptome, nicht jede Katze zeigt die gleichen Symptome. Weitere Symptome können sein: – vergrößerte Milz – Anzahl der roten Blutkörperchen ist normal bis hochgradig vermindert – erhöhte Zahl juveniler Erythrozyten bei normalen Erythrozytenzahl Therapie Bei Tieren die an PKdef erkranken (derzeit nicht eine Maine Coon bekannt), kann nur versuchen die Symptome zu erkennen und zu lindern. Hat das Tier eine akute schwere Anämie, kann eine Bluttransfusion lebensrettend für das Tier sein. Entsprechend sollte man, wenn diese Krankheit bei dem eigenen Tier festgestellt wird, oder bestenfalls noch früher wissen, welche Blutgruppe das Tier hat, um eine möglichst zügige Transfusion zu ermöglichen. Bei betroffenen Tieren sollte sowohl Stress, als auch Risiken von Infektionen vermieden werden, da dadurch möglicherweise hämolytische Krisen ausgelöst werden können. Diagnose Inzwischen kann man einen Gentest auf PK-def in den Laboren durchführen lassen. Hierbei können die folgenden drei Ergebnisse herauskommen: N/N: Auf beiden Genorten negativ, also gesund PK/N: heterozygot positiv, das Tier wird nicht erkranken, kann allerdings sein „krankes“ Gen mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % an die Kitten weitergeben PK/PK: Dieses Tier ist homozygot positiv und wird (theoretisch) an PK-def erkranken

PL - Patellaluxation

Was ist PL?
Das Wort Patellaluxation setzt sich zusammen aus den Worten Patella = Kniescheibe und Luxation = der medizinische Begriff für Ausrenken. Eine an PL leidende Katze hat also das Problem, dass die betroffene/n Kniescheibe/n durch äußere Einwirkung oder auch von alleine aus der Fassung rutschen. PL wird in fünf Schweregrade unterteilt: Grad 0 = Im normalen Bewegungsablauf der Katze sitzt die Patella fest in ihrer Fassung, auch auf Druck ist sie nicht luxierbar. Eine Katze hat nur an den Hinterbeinen Kniescheiben. Grad 1: Die Patella kann nur auf Druck luxiert werden, im normalen Bewegungs- ablauf der Katze bleibt sie fest in ihrer Fassung, daher hat die Katze keinerlei Probleme. Grad 2: Die Patella kann auf Druck vollständig luxiert werden, auch im normalen Bewegungsablauf der Katze luxiert gelegentlich. Die Patella kann durch Bewegung der Hintergliedmaßen oder Druck reponiert (an ihren Platz geschoben) werden. Grad 3: Die Patella luxiert häufig und kann nur durch manuelle Reposition (Einrenken/Zurücklegen) wieder in ihre Fassung gebracht werden. Jedoch verbleibt die Patella auch nach der Reposition nicht lange in ihrer Fassung. Durch Bewegung der Hintergliedmaßen ist die Patella nicht in ihre Fassung zu bringen. Grad 4: Die Patella ist permanent luxiert. Eine Reposition ist weder auf Druck noch im normalen Bewegungsablauf möglich. Woher kommt PL? Es wurde vermutet, dass PL durch einen rezessiven Erbgang vererbt wird. Neuere Erkenntnisse sprechen jedoch für einen polygenetischen Erbgang, was die Bekämpfung der Krankheit wieder recht schwierig gestaltet, weil es trotz negativ getesteter Eltern vorkommen kann, dass die Kitten an PL leiden. Wie erkenne ich PL? Schon anhand der Schweregrade und deren Beschreibung kann man ableiten, woran man PL bei einer Katze erkennen kann. Eine PL mit Schweregrad 1 kann, da die Patella nur auf Druck luxierbar ist, nur durch einen Tierarzt festgestellt werden. Eine PL mit Schweregrad 2 erkennt man, wenn man sein Tier genau beobachtet auch schon Zuhause. Ab diesem Schweregrad luxiert die Patella auch im Bewegungsablauf der Katze, üblicherweise verrutscht die Patella nach innen und „verkeilt“ sich dort. Dieses verkeilen der Patella kann man bei seiner Katze dann daran erkennen, dass sie beim Laufen die Hinterbeine nah an den Körper ran zieht und nach hinten ausstreckt, häufig zu beobachten, dass die Katze das betroffene Bein einfach für 1-2 Schritte nicht einsetzt und dann ganz normal weiterläuft. Durch diese Bewegung kann die Katze die Patella selbst reponieren. Bei Schweregrad 3 und 4 kann man das obige Verhalten oft beobachten. Hier kann auch oft beobachtet werden, dass die Katzen mit einem Bein hüpfen, die Hinterbeine synchron bewegen. Diese beiden Schweregrade sieht man eigentlich recht deutlich, wenn man die Katze in ihren Bewegungen beobachtet. Wie kann PL diagnostiziert werden? PL kann im Grunde durch jeden Tierarzt diagnostiziert werden, der durch den Bundesverband praktizierender Tierärzte zertifiziert ist, was auf sehr viele Tierärzte zutrifft, daher sollte es kein Problem sein, einen entsprechenden Tierarzt zu finden. Man sollte bei der Untersuchung darauf achten, dass zu untersuchende Kätzinnen nicht rollig sind, da dies das Ergebnis u.U. verfälscht. Kann PL behandelt werden? PL kann behandelt werden, je nach Schweregrad kann man erst mal versuchen, durch gezielte Krankengymnastik die Muskeln zu stärken und so ein häufiges luxieren zu verhindern. Sollte die Katze jedoch Schweregrad 2-4 haben, wobei man es bei Schweregrad 2 davon abhängig macht, wie häufig die Patella luxiert, sollte man die Katze einer Operation unterziehen, da es durch das häufige luxieren mit der Zeit zu Arthrose und zu Schmerzen führt. Laut unseren Informationen ist die Operation bei den meisten Patienten langfristig erfolgreich. Wie bei allen Eingriffen gibt es aber auch hier eine geringe Anzahl von Tieren, bei der die PL auch durch die Operation nicht vollständig behoben werden kann, jedoch ist diese dann vom Schweregrad her meist deutlich geringer als die ursprüngliche PL. PL in der Zucht Auch wenn PL durch den (vermutlich) polygenetischen Erbgang schwer zu kontrollieren ist, sollten Züchter ihre Tiere untersuchen lassen, denn nur durch die Untersuchung auf PL können wir langfristig versuchen das Risiko zu verringern. Eine einmalige Untersuchung reicht hierbei aus. Unserer Meinung nach sollten Tiere, die mit einen PL Grad 2-4 nicht zur Zucht eingesetzt werden, da diese definitv Probleme mit der Erkrankung haben und ggf. operiert werden müssen. Tiere mit PL-Grad 1 sollten unserer Meinung nach nicht aus der Zucht genommen werden, da diese Tiere ebenso wie Tiere mit Grad 0 (negativ) keinerlei Probleme haben und auch in keiner Weise behandelt werden müssen. Hinzu kommt, dass es dem Genpool nachhaltig schaden würde, wenn auch alle Tiere mit PL Grad 1 aus der Zucht genommen werden würden. Selbstverständlich sollten Tiere mit einem Grad 1 ausschließlich mit Grad 0 (negativ) getesteten Tieren verpaart werden.

SMA - Spinale Muskelatrophie

Was ist SMA?
SMA ist eine Erkrankung der Nervenzellen, welche die Muskulatur der Katze beeinträchtigt. Die Erkrankung ist der Erkrankung SMA III (Muskelschwund) des Menschen sehr ähnlich. Erste Krankheitsanzeichen werden bereits im Alter von ca. 12 Wochen sichtbar. Erkrankte Tiere zeigen eine Instabilität des Ganges und Haltungsauffälligkeiten. Woher kommt SMA? SMA ist eine Erbkrankheit, welche autosomal rezessiv vererbt wird, d.h. damit eine Katze erkrankt muss es von beiden Elterntieren je ein mutiertes Gen (also ein für SMA positives Gen) erhalten haben. Wenn nur ein Elternteil ein defektes Gen trägt, das andere Elternteil hingegen nicht, dann ist eine Erkrankung ausgeschlossen. Jedoch sollte man bei der Verpaarung von heterozygoten (mischerbigen) Tieren äußerste Sorgfallspflicht walten lassen und diese ausschließlich mit einem homozygot (reinerbig) negativen Tier verpaaren. Heterozygote Tiere sind grundsätzlich kein Problem, da sie selbst keinerlei Anzeichen einer Erkrankung zeigen, erst in der Zucht wird es relevant, da sie das mutierte Gen an ca. die Hälfte der Kitten weitergeben. Wie kann man SMA testen? In verschiedenen Laboren wird ein Gentest zu dieser Frage angeboten. Dieser Gentest ist nach Aussage der verschiedenen Labore auch sicher und aussagekräftig. Für diesen Gentest benötigt man lediglich ein wenig Blut, oder aber einen Backenabstrich. Mögliche Ergebnisse: N / N = Das Tier ist auf beiden Genorten negativ (homozygot negativ) SMA / N = Das Tier ist auf einem Genort negativ, auf dem anderen positiv (heterozygot) Dieses Tier zeigt selbst keinerlei Anzeichen der Erkrankung vererbt allerdings das mutierte Gen SMA / SMA = Dieses Tier ist auf beiden Genorten positiv (homozygot positiv) Dieses Tier hat die Krankheit SMA und sollte keinesfalls zur Zucht eingesetzt werden! SMA in der Zucht Wir lassen alle unsere Zuchtkatzen auf SMA mittels Gentest testen lassen und züchten ausschließlich mit Tieren, welche ein N/N Ergebnis haben